Technische Kennwerte
Typische Anwendungsbereiche
- Industrielle Heavy-Duty Gleitanwendungen
- Zahnradgetriebe mit hoher Laufleistung
- Dynamische Bauteile unter dauerhafter Hitzeeinwirkung
- Motorraum-Gleitlager und Hochtemperatur-Fördersysteme
- Hochtemperatur-Trocknungsanlagen und Fertigungssysteme (kein Lebensmittelkontakt)
Für dieses Material liegen keine belastbaren RoHS-, REACH-, FDA- oder UL-Nachweise in der Freigabeliste vor. SDS/TDS ggf. beim Hersteller verfügbar. Für B2B-Aufträge mit Dokumentationspflicht bitte Herstellerbestätigung projektbezogen anfragen.
Materialdokumente
Werkstoffprofil
iglidur I180 erweitert das iglidur-Konzept (selbstschmierendes Tribopolymer) in den Hochtemperaturbereich. Während I150 bis 90 °C einsatzfähig ist, überbrückt I180 die thermische Lücke bis zu Polymerhochleistungsmaterialien wie PEEK.
Thermische Positionierung im iglidur-Portfolio
| Material | Max. Dauertemperatur | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| iglidur I150 | 90 °C | Standardanwendungen, Lebensmittel |
| iglidur I180 | 180 °C | Motornahe, heiße Umgebungen |
| iglidur J (Spritzguss) | 90 °C | Serienfertigung |
| PEEK (Standard) | 250 °C | Extrembelastung, keine Tribofunktion |
Einsatzfall: Motorraum-Gleitlager
In einem konventionellen Maschinenbau-Ansatz würden Gleitlager für 150 °C-Umgebungen in Bronze oder PEEK gefertigt – teuer, schwer, keine selbstschmierende Funktion. Mit iglidur I180 entsteht ein direkt gedrucktes, wartungsfreies Bauteil in ~2–4 Stunden:
- Keine Nachbearbeitung (Schleifen, Honen) bei normaler Druckqualität
- Integration von Montagefeatures (Schrauben, Clips) möglich
- Rapid Iteration: Lagergeometrie in 4 Stunden geändert und neugedruckt
Einsatzbeschränkung: Kein Lebensmittelkontakt
Das Sicherheitsdatenblatt (SDS) von iglidur I180 enthält den Hinweis: “Uses which should be avoided: direct contact with food.” Es liegen keine FDA 21 CFR- oder EU 10/2011-Nachweise für dieses Material vor. Für Hochtemperaturanwendungen mit Lebensmittelkontakt ist eine separate Materialprüfung erforderlich.